


Bild: rkk-Die Auswahl GSGL unter Trainer Mahmoud mit dem einzigen Glarner, der Nr. 2 Gian Aebli aus Glarus
„Diese jungen Leute kommen nicht nach Glarus um eine rauschende Party zu feiern, die gehen bestimmt alle früh ins Bett“, dies die Einschätzung von OK-Präsident Ruedi Jacober nach dem gewonnenen Eindruck der Teams am ersten Tag. „Da braucht es noch nicht einmal die Trainer und Betreuer um diese Sportler zu disziplinieren. Diese Disziplin bringen die Athleten bereits selber mit“. Die allermeisten seien hierher gekommen um zu siegen. Und in der Tat, diesen Eindruck konnte man durchaus gewinnen, wenn man die verschiedenen Regionalauswahlen im Einsatz sah. „Bei den Mädchen wird mit viel Emotionen und dem entsprechenden Lärm gespielt, die Jungs spielen um einiges athletischer aber ruhig und ohne Foklore“, meint Ruedi Jacober. „Konnten noch bei den C-Meisterschaften des letzten Jahres herausragende Einzelkönner ganze Spiele im Alleingang entscheiden, ist das auf diesem Niveau nicht mehr möglich. Hier braucht es eine ganze Mannschaft um die andere zu besiegen und eine sehr starke um den Titel zu holen“.
Starker Auftritt der GSGL-Knaben
Und eine solche ganze Mannschaft stellte am Samstag auch das Team der Region GSGL. (Glarus, St.Gallen, Graubünden und Liechtenstein) Unter dem hierzulande bestens bekannten Trainer Mahmut Dorah zeigte dieses Team eine feine Leistung indem es sämtliche drei Spiele glatt mit 2:0 und auch sehr klaren Satzresultaten gewinnen konnte. Der einzige Glarner im Team Gian Aebli (wo sind die einst so starken Glarner-Jahrgänge geblieben?) machte seine Sache sehr gut. Wie stark die klar besiegten Gruppengegner Fribourg, Solothurn und Innerschweiz tatsächlich waren, wird sich erst beim Vergleich mit den übrigen herausragenden Auswahlen aus Genf, dem Aargau und der Nordostschweiz zeigen. Auffallend beim Turnier der Knaben ist die Tatsache, dass mit Ausnahme des Spitzenspiels in Gruppe B zwischen Aargau und Genf alle übrigen Spiele in nur gerade zwei Sätzen gewonnen wurden. Das Siegerteam war ausserdem auch in den Satzresultaten meist klar überlegen. Das Spiel zwischen Genf und Aargau wurde auf bereits sehr hohem Niveau abgehalten. Die Romands wurden in Satz eins regelrecht überrannt, konterten aber in der Folge und gewannen schliesslich das Tiebreak klar. Es wäre keine Überraschung, wenn sich diese beiden Auswahlen auch im Final erneut wiederfänden.
Bei den Mädchen liefs nicht rund
Ganz und gar nicht zufrieden war aber Dominique Hauri des GSGL-Teams der Mädchen. Sie machte nach den drei Niederlagen gegen die Innerschweizerinnen (knapp!) die Aargauerinnen und die Zürcherinnen (wieder knapp) einen total frustrierten Eindruck. „Bei uns hat es irgendwie mental nicht geklappt heute“, meinte Hauri, konnte aber die genauen Gründe auch nicht erklären, warum sie und ihr Team unter den Erwartungen geblieben waren. Mit dem Turniersieg hat die GSGL damit leider nichts mehr zu tun, kann aber heute Sonntag bereits ab 08.30 Uhr gegen die Walliserinnen zeigen, dass die Einheimischen doch noch siegen können. Am besten unterwegs waren am Samstag die Girls aus der Innerschweiz, der Nordostschweiz, Fribourg und Solothurn. Sie alle konnten ihre Gruppe gewinnen, kamen aber mit Ausnahme der Innerschweizerinnen auch nicht ohne Niederlage durch. Dies zeigt ein ausgeglichenes Feld an der Spitze und einen eigentlichen Favoriten gibt es bei den Mädchen noch nicht. Es dürfen den ganzen Tag also noch viele spannende Spiele erwartet werden und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Schweizer Meisterschaft Volleyball U18 Regionalauswahlteams, ab Sonntagmorgen 08.30 h, 10. April 2010. Junioren im Buchholz Glarus, Juniorinnen in der Kantonsschule.